Montag, 16. November 2015

Mein Alltag



7:15 Aufstehen
8:00-11:00 Unterrichten, Nachhilfe geben, malen, basteln,…
13:00 Mittagessen mit den Sisters
14:30-17:00 Oratorium
20:00-21:30 Lerneinheit (Prep)

Mein Tag beginnt ganz unspektakulär, ich werde von meinem Wecker oder von den Mädels draußen aufgeweckt (die Mädels stehen jeden Tag um 4 oder 5 auf und lieben es zu jeder Zeit zu singen).
Danach frühstücke ich mit meinen Mittvolontären und dann geht es los, mit momentan 5 Mädchen die es zu betreuen gilt. Normalerweise hatten wir 10 Mädchen, aber für 5 hat sich der Stundenplan geändert und sie haben jetzt auch am Vormittag Schule. Wir unterrichten Gegenstände wie Englisch, Mathe, Sience, üben mit ihnen Kapitel die sie nicht gut verstehen oder malen und basteln mit ihnen. Jeden Freitag machen wir auch mit ihnen Computerunterricht, was manchmal gar nicht so einfach ist, da es immer wieder vorkommt, dass währenddessen Stromausfall ist. Aber es gehört mittlerweile auch schon zum Alltag, dass der Strom manchmal bis zu drei Mal am Tag ausfällt. Wenn das am Abend passiert wenn es schon dunkel ist, ist es wirklich Stockfinster, weil dann oft die ganze Stadt keinen Strom hat.

Wenn wir fertig sind um 11 Uhr, machen wir immer eine kleine Pause, dann geh ich oft noch zu Mädels um mit ihnen zu quatschen. Manchmal begleite ich auch die Mädels in die Schule die erst am Nachmittag unterrichtet werden. Eigentlich ist für uns um 13 Uhr Mittagessen, aber wir essen eigentlich immer dann wenn fertig gekocht wurde, also zwischen 12:30 und 13: 45. Zum Essen gibt es jeden Tag Nshima, weißer eher fester Brei aus Maismehl (ähnlich Polenta oder Grießkoch), das schmeckt nach nicht viel, da es nicht gewürzt ist, dazu gibt es immer verschiedene Beilagen z.B. Fisch, Gemüse, Reis, Fleisch oder Eier. Die meisten Menschen hier essen Nshima mit den Fingern, sie kneten ein Stück lang in der Hand, bevor sie es in eine Soße oder Beilage tunken und essen. Mittlerweile habe ich auch schon angefangen mit den Fingern zu essen.

Es ist dann meistens nicht mehr viel Zeit bis das Oratorium beginnt, da kommen immer viele Kinder und Jugendliche die hier ihre Freizeit verbringen. Manche kommen direkt von der Schule in ihrer Schuluniform. Es wird ganz viel Basketball gespielt aber auch Fußball, Volleyball und ganz beliebt sind auch Kartenspiele und Dame. Manchmal werde ich gefragt ob ich mit Fußball spielen mag, das ist oft gar nicht so einfach für mich, da die Leute nur weil ein Muzungu (Weißer) mitspielt nicht die Sprache wechseln und weiter hin in Tonga, Nyanja oder Bemba sprechen. So ist es mir schon öfters passiert dass ich nicht wusste bei wem ich im Team spiele oder in welches Tor ich spielen soll. Wenn es so heiß ist, ist es auch beliebt eine Wasserschlacht zu machen. Dazu bringt jeder der Lust hat eine Flasche, Kübel, Dose, … und dann kann es auch schon losgehen, das ist immer ein riesen Spaß und in dieser Hitze eine echt angenehme Erfrischung.

Nach dem Oratorium machen wir unser Abendessen und haben wieder frei, aber auch in der Zeit bin ich oft bei den Mädels um mit ihnen Zeit zu verbringen. Am Abend ist dann noch Hausaufgabenzeit wo die Mädels mit uns zusammen ihre Aufgaben machen können, oder wenn sie einen Test haben lernen können. Aber es passiert nicht selten dass die Mädchen nicht kommen und wenn man sie fragt wo sie waren mit Ausreden kommen wie ich hab keine Hausaufgaben. Danach haben wir wieder frei und gehen dann auch bald schlafen, in dieser Hitze wird man echt schnell müde.