Auch wenn es schon einige Tage her ist möchte ich euch von
meiner Ankunft im Projekt 'City of Joy' erzählen.
Zusammen mit einer anderen Volontärin aus Österreich bin ich
von Wien nach Dubai geflogen. Dort hatten wir einige Stunden Aufenthalt, bevor
es weiter ging nach Lusaka, der Hauptstadt von Sambia. Wir waren beide sehr
nervös, weil wir nicht so genau wussten was auf uns zukommen wird. Außerdem
wussten wir beide nicht wer uns abholen wird und haben nur gehofft dass überhaupt
jemand da sein wird. Als wir am Flughafen angekommen sind, mussten wir uns
zuerst um unser Visum kümmern. Wir mussten zwar lang anstehen, aber es hat
problemlos geklappt. Danach konnten wir uns auch schon unsere Koffer nehmen und
hielten Ausschau nach einer Schwester. Wir haben Sr. Agness auch gleich
gefunden, da der Flughafen echt nicht groß ist. Sr. Agness ist die Oberschwester
von dem Projekt wo ich bin, sie hat gleich vom ersten Eindruck sehr nett
gewirkt und mir meine Nervosität genommen. Sie hat mir auch gesagt, dass ich
die nächsten Tage zwar die einzige Volontärin bin aber dass dann noch mehr
kommen, das hat mich sehr gefreut.
Dann ging es auch schon los, mit dem Auto durch den Verkehr
von Lusaka, wo es üblich ist, dass Verkäufer auf der Straße herumspazieren und
Sachen verkaufen, von Zwiebeln über Hosen bis zu Fahrradreifen eigentlich alles.
Da hab ich gleich einen ersten Eindruck vom Land bekommen und hab auch gleich
festgestellt dass ich hier ganz deutlich der Ausländer bin.
Zuerst sind wir zu City of Hope gefahren, einem großen
Projekt in Lusaka. Hier ist die andere Volontärin ausgestiegen und wird dort
ein paar Tage bleiben, sie kommt in ein Projekt nach Kasama. Dann sind wir auch
schon weiter gefahren, nach Mazabuka. In Sambia ist Linksverkehr, was schon mal
gewöhnungsbedürftig für mich ist, aber die Autos sind oft auch in einem anderen
Zustand als in Österreich. So gibt es z.B. in dem Auto in dem ich gesessen bin
nur eine Kurbel für die Fenster, die halt immer weiter gereicht werden muss.
Außerdem haben manche Autos nicht mehr alle Lichter. Da es schon dunkel gewesen
ist als wir nach Mazabuka gefahren sind, war das durchaus ein Problem und wir
wären beinahe einem vorderen Auto reingefahren, da unser Fahrer das Auto nicht
sehen konnte da es keine Rück- und Bremslichter mehr hatte. So etwas wie
Straßenbeleuchtung gibt es hier auch kaum.
Nach ca. zwei Stunden sind wir dann in Mazabuka angekommen.
Es haben einige Mädels schon gewartet und mich zur Begrüßung umarmt. Da ich
schon sehr lang unterwegs war, war ich sehr müde und habe mich schon sehr auf
ein Bett gefreut. Aber zuerst gab es Abendessen für uns. Bei diesem Essen hab
ich bemerkt dass es hier üblich ist mit den Fingern zu essen. Aber sie haben
auch Messer und Gabel, welche ich dann doch bevorzugt habe.
Nach dem Essen wurde mir gesagt, dass ich im 'Wohnzimmer' platznehmen
soll. Es waren einige von den Aspirantinnen (angehende Schwestern) da, die sich
mit mir unterhalten wollten. Zwar spricht hier jeder Englisch (Amtssprache)
aber doch mit einem anderen Akzent als bei uns, also musste ich nach jeder
Frage die sie mir gestellt haben, sie bitten sie zu wiederholen. Dann sind
plötzlich alle Mädels hereingekommen und sie haben für mich in verschiedenen
Gruppen getanzt und Willkommenslieder gesungen. Das hat mich ziemlich
überwältigt da ich nicht mit so einem Empfang gerechnet habe. Danach sind zwei
mit einem riesigen Kuchen hereingekommen. Da sie mir ein Messer hingehalten
haben, habe ich gedacht, dass ich den Kuchen aufschneiden soll, aber ich wusste
nicht, dass ich nur den ersten Schnitt machen soll, also hab ich weiter
aufgeschnitten und wurde prompt von den Mädels ausgelacht (das passiert mir
hier öfters dass ich ausgelacht werde :D). Nachdem wir den Kuchen gegessen
haben und einem kurzen Gebet durfte ich endlich schlafen gehen und bin einfach
nur mehr in mein Bett gefallen.
Klingt sehr aufregend!! Freu mich schon auf deine nächsten Einträge :D
AntwortenLöschenlg
Chrissi
Extreeeeeeeem
AntwortenLöschenVon Wax
Extreeeeeeeem
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