Nachdem die Stadt Livingstone mit den berühmten
Viktoria-Fällen nicht allzu weit weg von Mazabuka ist, haben wir (meine drei
Mittvolontäre und ich) beschlossen dorthin zu fahren.
Die Schwester hier hat uns in der Früh zum Bus gebracht, der
durch halb Sambia fährt, uns ein Ticket gekauft, und dann mussten wir warten.
Der Bus war dann aber schon bald da und wir konnten einsteigen. Man bekommt
einen Sitzplatz zugewiesen, weswegen ich neben einer jungen Frau gesessen bin.
Sie hat gleich begonnen mit mir zu reden (am Anfang ein bisschen ungewohnt und komisch
für mich) und weil sie ihren Laptop dabei hatte hat sie mich gleich eingeladen
mit ihr Filme zu schauen. Da hab ich natürlich nicht nein gesagt, und so ist
die fünfstündige Fahrt schnell vorbei gewesen. Eigentlich fährt man von
Mazabuka nach Livingstone nur vier Stunden, wieso wir länger gebraucht haben?
Keine Ahnung :D. Es werden keine Stationen oder so durchgesagt weswegen ich dann
sehr froh war, dass wir in der richtigen Stadt ausgestiegen sind. Allerdings
war das Aussteigen gar nicht so einfach, weil man von mehreren Taxifahrern
belagert wird, die einem alle versichern der erste gewesen zu sein und den
besten Preis zu haben. Wir konnten uns im Endeffekt aber doch von ihnen
loseisen und sind auf eigene Faust losgegangen. Ich hab gleich bemerkt, dass
diese Stadt eindeutig touristischer ist, da viel mehr weiße Leute unterwegs
sind. Ich hab auch immer wieder Menschen Deutsch reden hören, das war echt
komisch :D.
Meine Mittvolontäre wollten unbedingt spannende Aktivitäten
machen, aber wir wurden schnell gebremst in unserem Vorhaben, da die Preise für
solche Touristendinge echt enorm sind. Aber wir haben dann doch etwas gefunden
was für uns möglich war. Wir sind zu den Viktoriafällen gefahren und eine
Mittvolontärin und ich haben uns für eine kleine Wanderung auf den
Viktoria-Fällen entschieden. Wir hatten unseren eigenen Guide und sind mit ihm
auf den Viktoria-Fällen entlang spaziert. Das ist momentan möglich, da
Trockenzeit ist und es deswegen echt nicht viel Wasser gibt. Wir sind zum
sogenannten "Devils Pool"
spaziert, wo wir dann gebadet haben. Das war echt ein tolles Gefühl, zu wissen
man schwimmt gerade oben auf den Viktoria-Fällen und ein Meter von einem entfernt
stürzt das Wasser in die Tiefe.
Ansonsten haben wir viel gechillt, sind durch die Stadt
spaziert und haben die Zeit genossen. Zu wahnsinnig viel hatten wir eigentlich
keine Lust, da es in Livingstone noch mal um ein paar Grad heißer ist als in
Mazabuka.
Wir haben es dann sogar geschafft uns selbständig ein
Busticket zurück nach Mazabuka zu besorgen. Eigentlich hätte der Bus in wenigen
Minuten kommen sollen aber wir haben noch ca. eine halbe Stunde gewartet bis
der Bus da war. Als wir dann unsere Plätze hatten mussten wir aber nochmal eine
halbe Stunde warten, weil der Bus gewartet hat bis er voll war.
Die Rückfahrt ist dann nicht so schnell vergangen weil ich
keine Gelegenheit hatte Filme zu schauen ;). Bei manchen Stationen stehen
Verkäufer, die den Leuten im Bus (einfach durchs Fenster) Essen und Trinken
verkaufen, so haben sich einige Leute gekochte Maiskolben gekauft.
Wieder zurück in Mazabuka sind wir nach Hause spaziert. Auf der
Straße zu City of Joy sind wir einigen von unseren Mädels begegnet, die von der
Schule heim gekommen sind. Von denen wurden wir gleich freudig begrüßt. Auch
die anderen Leute im Projekt haben sich sehr gefreut uns wieder zu sehen. Wir
hatten richtig das Gefühl wieder daheim zu sein.
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