Freitag, 9. Oktober 2015

Schwimmen in den Viktoria-Fällen



Nachdem die Stadt Livingstone mit den berühmten Viktoria-Fällen nicht allzu weit weg von Mazabuka ist, haben wir (meine drei Mittvolontäre und ich) beschlossen dorthin zu fahren.

Die Schwester hier hat uns in der Früh zum Bus gebracht, der durch halb Sambia fährt, uns ein Ticket gekauft, und dann mussten wir warten. Der Bus war dann aber schon bald da und wir konnten einsteigen. Man bekommt einen Sitzplatz zugewiesen, weswegen ich neben einer jungen Frau gesessen bin. Sie hat gleich begonnen mit mir zu reden (am Anfang ein bisschen ungewohnt und komisch für mich) und weil sie ihren Laptop dabei hatte hat sie mich gleich eingeladen mit ihr Filme zu schauen. Da hab ich natürlich nicht nein gesagt, und so ist die fünfstündige Fahrt schnell vorbei gewesen. Eigentlich fährt man von Mazabuka nach Livingstone nur vier Stunden, wieso wir länger gebraucht haben? Keine Ahnung :D. Es werden keine Stationen oder so durchgesagt weswegen ich dann sehr froh war, dass wir in der richtigen Stadt ausgestiegen sind. Allerdings war das Aussteigen gar nicht so einfach, weil man von mehreren Taxifahrern belagert wird, die einem alle versichern der erste gewesen zu sein und den besten Preis zu haben. Wir konnten uns im Endeffekt aber doch von ihnen loseisen und sind auf eigene Faust losgegangen. Ich hab gleich bemerkt, dass diese Stadt eindeutig touristischer ist, da viel mehr weiße Leute unterwegs sind. Ich hab auch immer wieder Menschen Deutsch reden hören, das war echt komisch :D.

Meine Mittvolontäre wollten unbedingt spannende Aktivitäten machen, aber wir wurden schnell gebremst in unserem Vorhaben, da die Preise für solche Touristendinge echt enorm sind. Aber wir haben dann doch etwas gefunden was für uns möglich war. Wir sind zu den Viktoriafällen gefahren und eine Mittvolontärin und ich haben uns für eine kleine Wanderung auf den Viktoria-Fällen entschieden. Wir hatten unseren eigenen Guide und sind mit ihm auf den Viktoria-Fällen entlang spaziert. Das ist momentan möglich, da Trockenzeit ist und es deswegen echt nicht viel Wasser gibt. Wir sind zum sogenannten "Devils Pool" spaziert, wo wir dann gebadet haben. Das war echt ein tolles Gefühl, zu wissen man schwimmt gerade oben auf den Viktoria-Fällen und ein Meter von einem entfernt stürzt das Wasser in die Tiefe.

Ansonsten haben wir viel gechillt, sind durch die Stadt spaziert und haben die Zeit genossen. Zu wahnsinnig viel hatten wir eigentlich keine Lust, da es in Livingstone noch mal um ein paar Grad heißer ist als in Mazabuka.

Wir haben es dann sogar geschafft uns selbständig ein Busticket zurück nach Mazabuka zu besorgen. Eigentlich hätte der Bus in wenigen Minuten kommen sollen aber wir haben noch ca. eine halbe Stunde gewartet bis der Bus da war. Als wir dann unsere Plätze hatten mussten wir aber nochmal eine halbe Stunde warten, weil der Bus gewartet hat bis er voll war.

Die Rückfahrt ist dann nicht so schnell vergangen weil ich keine Gelegenheit hatte Filme zu schauen ;). Bei manchen Stationen stehen Verkäufer, die den Leuten im Bus (einfach durchs Fenster) Essen und Trinken verkaufen, so haben sich einige Leute gekochte Maiskolben gekauft.
Wieder zurück in Mazabuka sind wir nach Hause spaziert. Auf der Straße zu City of Joy sind wir einigen von unseren Mädels begegnet, die von der Schule heim gekommen sind. Von denen wurden wir gleich freudig begrüßt. Auch die anderen Leute im Projekt haben sich sehr gefreut uns wieder zu sehen. Wir hatten richtig das Gefühl wieder daheim zu sein.

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